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Building from Waste- Ein Pavillon für die Bundesgartenschau

Baujahr: Nicht bekannt Architekt: Philipp Staab und Elyssa Fleig Ort: Heilbronn
Kunststoff - Eines der häufigsten Abfallprodukte unserer Gesellschaft. In unterschiedlichster Form findet das Material seit Mitte des 20. Jh. ständige Anwendung in unserem Alltag. Nach einer meist kurzen Lebensdauer verschwindet er auch schnell wieder in der Wertstofftonne. Laut dem statistischen Bundesamt werden 99 % den anfallenden Kunststoff Abfalls recycelt. Das heißt aber auch, dass 52% energetisch wiederverwertet werden und folglich CO2 zu werden. Die meisten Kunststoffe zirkulieren in kurzen Kreisläufen, die keine sortenreine Entsorgung ermöglichen (Beispielsweise Verpackungen). Das Bauwesen hat das Potential dies zu ändern. Modulare Bauweisen erlauben einen sortenreinen Rückbau, so könnten recycelte Kunststoffe insbesondere für temporäre Bauten eingesetzt werden. Das Projekt „Building from Waste“ mit dem Titel „Precious Architecture“ schlägt einen Pavillon vor, der nahezu vollständig aus gleichen Elementen fabriziert ist. Dabei dient der Pavillon mehr als beispielhafte Anwendung, die Module könnten ebenfalls als Böden oder Fassadenelemente eingesetzt werden. Weiterhin war Produktion und Rückbau ein besonderes Augenmerk, weshalb der Pavillon nahezu vollständig vor Ort fabriziert werden kann und ohne Fussabdruck wieder rückgebaut, da alle Materialien in ihren Kreislauf rückgeführt werden können. Die benötigte Menge reiner Polypropylen Abfall entsteht in Heilbronn innerhalb von einem Tag, wird aber mangels Sortierung verbrannt. In sortierter Form auf der Baustelle wird so der vielfarbige Abfall zum ästhetischen Diagramm des Kunststoff Konsums, denn die genaue Farbigkeit lässt sich nicht vollständig beeinflussen.

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