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Das Bauvorhaben "TuP Campus" im Passivhausstandard

Baujahr: 2017 Architekt: Vollack GmbH & Co. KG _ Heiko Bartle Ort: 76297Stuttensee

Beim Bauvorhaben Dr. Thomas und Partner handelt es sich um ein 2- bzw. 3-geschossiges Bürogebäude in Stutensee bei Karlsruhe mit einer Bruttogeschossfläche von ca. 3.640 m. Es bietet Raum zum Arbeiten für ca. 150 Mitarbeiter. Die städtebauliche Leitidee ist die Schaffung eines TuP-Campus, der in einzelnen Bau-Steps erstellt wird. Der erste Bauabschnitt betont die bedeutende Ecksituation des erweiterten Gewerbegebiets und ermöglicht durch seine flächenschonende Lage die gewünschten Erweiterungsoptionen. Ein architektonisch klar definierter Eingangsplatz und Entrée in das Gebäude entsteht durch das “Eindrehen“ des zweigeschossigen Baukörpers im Erdgeschoss, auf der Garten- und Waldseite resultiert daraus die exponierte Lage der Cafeteria, die in der täglichen Nutzung von TuP eine wesentliche Rolle als Kommunikations- und Sozialtreffpunkt für alle Mitarbeiter spielt. Die unterschiedlichen Höhen der Baukörper und deren Materialwechsel (hochwertige Vorhang-fassade im Wechsel zu einer Putzfassade) unterstützen ebenfalls noch einmal die städtebauliche Situation, wie auch die der Cafeteria im Garteninnenbereich und ermöglichen zudem auf jeder Geschossebene mittels Dachterrassen Zugänge ins Freie. Die Bürostruktur mit zentralem Flur und gegenüberliegenden Einzelbüros wurde räumlich durch das Einstellen von Funktionskuben (Archiv,- Technik,- Serviceräume, etc.) aufgebrochen und wird teilweise durch Dachlichtkuppeln mit Tageslicht versorgt. Die Dynamik des Unternehmens TuP soll in der äußeren Gestaltung des Gebäudes in Form schräger Fensterlaibungen in Teilbereichen der Fensterbänder Ausdruck finden, welche im Hinblick auf Energieeffizienz und Anforderungen der EnEV durch ein Wechselspiel von eigentlicher Fenster- und geschlossener Paneel-Fläche entwickelt wurde. Auch technische Innovationen werden geboten. Als regenerative Quelle für Wärme und Kälte wurde ein saisonaler Eis-Latentwärmespeicher eingesetzt. Luftabsorber und die Wärme der Erde versorgen den Speicher mit Wärme, die von einer Wärmepumpe zum Beheizen des Gebäudes genutzt wird. Im Sommer kann das kalte Wasser nur mittels einer Umwälzpumpe zur passiven Kühlung genutzt werden. Ist das Potenzial erschöpft, kann die Wärmepumpe reversibel Kälte erzeugen. Der Strom dafür kommt aus einer 40 Kilowatt-Peak-Photovoltaik-Anlage. Übertragen wird die Wärme, Kälte und die Frischluft über einen Klima-Level-Boden. Sonderräume wie Serverräume, Cafeteria, Besprechungs- und Schulungs-räume erhalten eine zusätzliche Spitzenlast-Splitt-Kälteanlage. Außerdem ist das ganze Gebäude mit LED-Beleuchtung ausgestattet. Die Summe dieser Maßnahmen ergibt einen Energiestandard, der unter KfW 40 liegt!

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