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Dipl. Ing. (Fh), freier Architekt

Baujahr: 2016 Architekt: Lars Neininger, Dipl. Ing. (Fh), freier Architekt Ort: 76437 Rastatt
Umnutzung ehemalige Kleiderkammer zur Energiezentrale Ausgangssituation: Im Rahmen der Neugestaltung des Joffre-Areals hat das städtische Versorgungsunternehmen, die Stadtwerke Rastatt GmbH zur Versorgung der umliegenden Gebäude mit Nahwärme die ehemalige Kleiderkammer zu einer Heizzentrale mit Pufferspeicher umfunktioniert. Sie versorgt ab sofort die neue Ludwigvorstadt und die Umgebung mit Nahwärme. Zielvorstellung Die Gebäudehülle der ehemaligen Kleiderkammer sollte in ihrer Erscheinung möglichst unverändert bleiben, um den Charakter des Areals weiterhin zu bewahren und sich in die Umgebung zu integrieren. So sollte von außen nicht zu erahnen sein, dass sich im Endausbau im Inneren ein innovatives Wärmekonzept aus zwei Heizkesseln und zwei Blockheizkraftwerken befindet. Entwurf Idee des Beleuchtungskonzepts war es, die Energie optisch nach außen zu transportieren - sie sichtbar zu machen. Dieses Ziel wird mit einer LED-Belechtung in den Sturz- und Brüstungsbereichen der Fenster umgesetzt. Die Fenster wurden in Folge der Baumaßnahme zurückversetzt zugemauert, die horizontale Besenstrichstruktur des Putzes suggeriert das Bild von herunter gelassenen Rolläden. Bei Nacht erleuchtet die ehemalige Kleiderkammer in Blau, der Farbe der Stadtwerke. Diese punktuelle Beleuchtung schafft eine einzigartige Atmosphäre und ist gleichermaßen Identitätsträger für das Areal. Die Heizzentrale steht am nordöstlichsten Punkt des Areals. Sie ist eingerahmt durch den Gewerbekanal und die Bahnlinie und bildet mit den benachbarten Mannschaftsgebäuden der ehemaligen Kaserne den Rücken des Gebiets. Von daher ist der Pufferspeicher geradezu prädestiniert, neues Stadtzeichen zu werden.Außerhalb des Gebäudes befindet sich ein Schornstein und ein ca. 12 Meter hoher Pufferspeicher mit einem Fassungsvermögen von 150 Kubikmetern. In ihm wird Heizwasser gespeichert, das nicht sofort gebraucht wird. So kann die Anlage gleichmäßiger und wirtschaftlicher betrieben werden. Außerdem erhöht sich durch ihn zudem die Versorgungssicherheit. Aufgrund des hohen architektonischen Anspruchs erhält der Pufferspeicher eine transluzente Hülle aus Gussglaselementen, welche Ästhetik und Funktion vereinen. Durch verschiedene Abstufungen der Lichtfarben am Gussglasfassadenturm eröffnen sich zusätzliche Designvarianten. So könnte beispielsweise während des Straßenfestivals Tête à Tête der Turm in Rot erstrahlen. Materialien und Farben Der Einsatz von Profilbauglas und der LED-Beleuchtungen unterstreichen den industriellen Charakter des neu gestalteten Stadtbausteins und entfremden die ehemalige Kleiderkammer. Die Farbe Blau stellt die Verbindung zu den Stadtwerke Rastatt her.

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