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Labor Clotten

Baujahr: 2012 Architekt: geis & brantner Ort: 79098 Freiburg
Aufgrund der beengten Verhältnisse am früheren Standort und dem dringenden Erweiterungsbedarf des Labors wurden verschiedene Standorte für einen Neubau untersucht. Letztlich sprachen viele Argumente für das gut angebundene Grundstück in der Merzhauser Strasse. Die wichtigsten Massgaben für die Entwicklung der Gebäudestruktur waren hohe Flexibilität und schnelle Adaption an neue Situationen und Bedürfnisse. Auch aufgrund der Grundstücksgeometrie bot sich die Ausführung als quadratische Stahlbeton-Skelett-Konstruktion mit aussteifendem Kern an, um den herum je Geschoss eine Fläche von knapp 900 m² mit lediglich acht Stützen angeordnet wurde. Auf Wände wurde in den Laborbereichen soweit als möglich verzichtet. Wo diese dennoch erforderlich waren, kamen modular aufgebaute Systemtrennwände mit einem hohen Glasanteil zum Tragen. Hierdurch konnte die Transparenz der Flächen bewahrt und der ständige Austausch zwischen den Mitarbeitern gefördert werden. Detaillierung und Farbe wurden dabei bewusst auf ein Minimum reduziert, um das Klare und Analytische der wissenschaftlichen Arbeit im Labor zu unterstreichen und Sauberkeit und Sterilität, die in einem biomedizinischen Labor oberste Priorität haben, zu unterstützen. Das gestalterische Konzept wurde konsequent auf die Fassade übertragen: Um die über Eck geführten Fensterbänder schlängeln sich förmlich die glatt gespachtelten Wand- und Brüstungsbereiche. Die raumhohen Fenster im EG machen die Arbeit im Labor auch nach Außen transparent. Insbesondere die Arbeit im Hochdurchsatzlabor, dem Kernstück des MVZ Clotten, kann von allen Passanten auf der Merzhauser Strasse eingesehen werden. Kontrastiert wird der kühle Charakter des Gebäudes durch die warmen Farbtöne der Cortenstahl-Verkleidung an der außenliegenden Fluchttreppe und dem Nebengebäude, in dem neben Fahrradstellplätzen Flächen für Abfallbehälter untergebracht sind. Im 1.OG, direkt an das Foyer angeschlossen, befindet sich die Ambulanz. Über den Laborflächen sind im 3.OG Verwaltungs- und Seminarräume sowie die Cafeteria für die ca. 250 Mitarbeiter mit grosszügiger Loggia angeordnet. Technik, Lager- und Archivräume liegen im Untergeschoss. Umkleiden und Sanitärräume befinden sich neben der vertikalen Erschliessung und den Versorgungsschächten im Gebäudekern. Der Zugang zum Gebäude erfolgt von der Erschliessungsstrasse über den Vorplatz, der das Foyer optisch verlängert. Die übrigen Aussenanlagen sind reduziert auf 25 PKW-Stellplätze und Rasenflächen. Der Baumbestand an der nördlichen Grundstücksgrenze konnte erhalten werden und bildet die natürliche Begrenzung zum Nachbargrundstück. Bildrechte: Jörg Hempel

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