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Räumliche Synergie_zwischen Architekturbüro und Handwerk

Baujahr: 2013 Architekt: Lars Neininger, Dipl. Ing. (Fh), freier Architekt Ort: 76437 Rastatt
Räumliche Synergie_zwischen Architekturbüro und Handwerk Ausgangssituation Ein kleiner Büroraum in einem Werkstattgebäude mit aktivem Malerfachbetrieb war die erste Wirkungsstätte des jungen Architekturbüros. Nach einiger Zeit platzte das Büro regelrecht aus allen Fugen - eine größere Bürofläche musste her. Dafür stand im gleichen Gebäude eine Lagerfläche auf einer Empore zur Verfügung. Zielvorstellung Ziel war eine eigenständige und unabhängige Nutzungseinheit zu bilden. Dabei sollte der visuelle Bezug zum Handwerksbetrieb auf der einen Seite und zum Grünstreifen mit altem Baumbestand auf der anderen Seite hergestellt sein. Für reibungslose Arbeitsabläufe war ein separater Besprechungsraum für intensives Arbeiten mit Bauherren und Projektbeteiligten dringend notwendig. Es sollte eine Arbeitsumgebung für das Team geschaffen werden, die den Gemeinschaftsgedanken und offene Kommunikation der Bürophilosophie mit unterstützt. Entwurf Ein separater und bewusst dezenter Eingang führt die Gäste im Erdgeschoss in den Besprechungsraum. Durch die rahmenlose, raumhohe Verglasung verschwimmen die Grenzen des Raumes mit dem Eingangsbereich. Eine Glastür gibt den Kunden einen direkten Einblick in den lebhaften Handwerksbetrieb. Für die Besucher ist die Offenheit und Transparenz ersichtlich und spürbar. Die einläufige Sichtbetontreppe führt in den großzügigen, hellen Arbeitsraum, der von allen Mitarbeitern – inklusive Inhaber – intensiv als kreatives und kommunikatives Schaffungszentrum genutzt wird. 6 Arbeits-plätze befinden sich in dem Großraumbüro. Raumhohe Einbauschränke und eine sehr lange durchgehende Arbeitsfläche bietet für die kreativen Arbeiten genügend Platz. Horizontale und vertikale Fensterbänder ermöglichen den Blickkontakt zur Innenseite des Werkstattbetriebes. Auf der gegenüberliegenden Seite öffnet sich der Arbeitsraum mit einem durchgehenden Fensterband zur Natur. Als Rückzugsmöglichkeit steht den Mitarbeitern eine Teeküche zur Verfügung, die auch für spontane, interne Besprechungen genutzt werden kann. Materialität Generell werden Materialien gewählt, die in ihrer Ursprünglichkeit eingesetzt wurden: • Sichtbetontreppe und Sichtbetondecken im Erdgeschoss. • Industrieterrazzo auf allen Bodenflächen stellt den Bezug zum Werkstattgebäude her. • Historische Holztüren vom ursprünglichen Standort des Malerfachbetriebes wurden in ihren Naturholzzustand gebracht und zu Schiebetüren umfunktioniert. Heizung Die Fußbodenheizung wird durch eine ressourcensparende Luft-Wasser-Wärme-pumpe betrieben.

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