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SPEICHER 7 Mannheim

Baujahr: 2013 Architekt: Schmucker und Partner Planungsgesellschaft mbH, Mannheim Ort: 68159 Mannheim
Revitalisierung und Umnutzung eines alten Getreidespeichers aus den 1950er Jahren am Mannheimer Hafen zur Gewerbeimmobilie mit Büroräumen, Hotel und Gastronomie Der ehemalige Notgetreidespeicher blieb nach Ende des Kalten Krieges ohne Nutzung und stand seit den frühen 1980er Jahren leer. Das Gebäude befindet sich in direkter Rheinuferlage zwischen Waldpark und Containerhafen an der Hauptanlegestelle der Flusskreuzfahrtschiffe, an der etwa 75.000 Touristen pro Jahr von Bord gehen. Das Gebäude ist eine Wegmarke am Kreuzungspunkt zwischen den Hauptein- und Ausfallstraßen zur Pfalz auf der einen und der Zufahrt zum ICE-Knotenpunkt Mannheim-Hauptbahnhof auf der anderen Seite. Schmucker und Partner zeigt mit dem Projekt "Speicher7" damit in überzeugender Art und Weise, dass sich ambitionierte Nachhaltigkeitsziele und die Bewahrung historischer Architektur und industriellem Erbe nicht ausschließen müssen. Die Revitalisierung umfasst eine umfangreiche energetische Sanierung bei gleichzeitig größtmöglichem Erhalt des industriellen Charakters. So wurde die raumprägende Bestandsstruktur ebenso erhalten, wie die Mehrzahl an Originaloberflächen. Die für die veränderte Nutzung notwendigen Einbauten stehen sauber ablesbar als Addition zum Bestand und dessen einzigartigen Raumgeometrien. Als Material für die Gebäudehülle fiel die Wahl auf Cor-Ten-Stahl. Die mit 18 cm Wärmedämmung versehene hinterlüftete Fassade erfüllt sowohl die Erfordernisse an den Klimaschutz als auch den Wunsch, den Speicher weiterhin in seine Hafenumgebung einzufügen. Die Fenster sind dreifach isolierverglast und mit außenliegendem Sonnenschutz ausgestattet. Die 700m2 große fassadenintegrierte Photovoltaikanlage versorgt die Wärmepumpe, die die Heiz- / Kühldecken, -wände und -böden temperiert. Das Wasser hierfür wird zwei Brunnen entnommen und über das ehemalige Pegelbauwerk wieder in den Rhein eingeleitet. Als Gegenpol zur PV-Fläche auf der Wasserseite, wurde auf der Landseite mit direkter Blickbeziehung zur ICE-Trasse von der Grafittikünstlergruppe "CASE" ein 700m2 großes Kunstwerk direkt auf die Bestandswände des ehem. Speichers gesprüht. Ein in dieser Größe für Deutschland einmaliges Kunstwerk.

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