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Vinothek Weingut Klumpp

Baujahr: 2015 Innenarchitekt : Henecka Architekten Ort: Bruchsal

Das Weingut Klumpp wurde 1983 von den Seiteneinsteigern Ulrich und Marietta Klumpp in einem kleinen Bruchsaler Hinterhof gegründet, 1990 wurde ein neues Weingutsgebäude am Stadtrand von Bruchsal errichtet. Mit dem Einstieg der beiden Söhne Andreas und Markus wurde das dynamische Wachstum des Winzerbetriebs weiter angekurbelt, in der Folge wurde das Weingut 2014/2015 umfassend umgebaut und erweitert. Im Innenausbau der neu errichteten Vinothek spiegelt sich die Haltung des Familienunternehmens wider: Leidenschaft, Verbundenheit mit der Natur und Verpflichtung zur Qualität. Wunsch der Bauherren war es, den Kunden im Verkaufsraum in familiärer Atmosphäre wie in einem Wohn- und Esszimmer zu empfangen. Am einen Ende des Raums lädt eine aus Eiche modellierte Sitzlandschaft als „Wohnzimmer“ zum Verweilen ein, während auf der gegenüberliegenden Seite ein monomentaler Eichentisch mit einer Länge von 8,30 Metern den Bereich des „Esszimmers“ prägt. Der Raum wird von organisch geformten Einbauten zoniert, in denen verschiedene Funktionen wie Schränke, Garderobe, Kasse etc. untergebracht sind. Die Oberflächen beschränken sich auf wenige natürliche Materialien, die für die Bodenständigkeit des Weinguts stehen: Die Außenwände sind in Sichtbeton ausgeführt. Als Bodenbelag wurden robuste Eichendielen gewählt, die als Raumteiler fungierenden Einbaumöbel sind mit vertikal angeordneten Eichenleisten verkleidet, die den Oberflächen eine plastische Tiefe verleihen. Rückspringende Wände der Raumteiler sind mit Filz belegt, der ebenfalls in den Deckensegeln und den Sofaeinbauten im Bereich der Sitzlandschaft Verwendung findet. Die Ablageflächen sind aus Ölschieferplatten gefertigt. Die einfachen traditionellen Holzstühle sind in changierenden Rottönen lackiert und stehen sinnbildlich für die verschiedenen Nuancen des Weines. Im Schaulager des Weinguts wird mittels schwarzer Oberflächen und hinterleuchteter Stahl-Regale eine deutlich nüchternere Formensprache verwendet. Mit der konsequenten Flaschenstapelung und der verschiebbaren Stahlleiter weckt der Raum Assoziationen an eine Bibliothek.

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