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Gedenkort Lindele

Baujahr: Nicht bekannt Architekt: Niusha Blookbashi, Clara Schwaerzler, Anncathrin Müller Ort: Biberach an der Riß
Das „Lager Lindele“ in Biberach ist während des zweiten Weltkriegs ein Lager für Kriegs- gefangene und Deportierte. Es geht zurück auf eine Garnison der Wehrmacht und er- hält militärische Bezeichnungen wie Oflag oder Ilag. Die Biberacher Bevölkerung prägt den offiziellen Namen „Lager Lindele“, der sich auf die Örtlichkeit am Stadtrand nahe dem Aussichtspunkt Lindele bezieht. Das Lager Lindele befand sich auf dem Gelände der heutigen Polizeihochschule an der Birkenhanderstraße in Biberach. Die sehr aufregende Geschichte des Lagers soll nun dauerhaft an einem neu zu schaffenden Gedenkort anhand von Tafeln präsentiert werden. Aufgabe war es einen Ort zu schaffen, der Raum zum Gedenken und zur Information bietet. Das Konzept besteht aus einem Körper, welcher in zwei Teile getrennt wurde. Dies symbolisiert die Trennung von Freundschaften und Familien zu damaligen Zeiten. Der jedoch starke Zusammenhalt dieser Beziehungen zeigt sich in der sehr nah zu einander stehenden Position dieser zwei Bauelementen. Die zwei Volumen lehnen sich beinahe aneinander, sie stützen sich gegenseitig. Im Inneren des Körpers ist eine andere Gestalt wahrzunehmen die der Kugel. Diese Kugel ist mit einem Zerrspiegel bekleidet, durch welchen Personen im Inneren eine Selbstreflexion erleben. Als Ergebnis dieser, versetzen sich die Menschen subjektiv in die Vergangenheit, sehen sich als einen Teil des Geschehens, und fühlen somit mehr Mitgefühl für die Geschehnisse. Während der äußere Körper gebrochen ist, ist der innere unbeschädigt, heil. Es entsteht somit eine andere, zweite Welt. Durch Stahlbeton als ein äußeres Material mit rauer Struktur entsteht ein weiterer Gegensatz zu dem glatten Spiegel im Inneren. Die Infotafel befindet sich mittig auf dem Boden des Kugelinneren und dient gleichzeitig als Weg durch das Innere. Die Tafel beschreibt den Zeitverlauf von der Gründung des Kasernenlagers bishin zur Befreiung von Gefangenen und Schließung des Lagers, und leitet den Besucher durch die historischen Ereignissen.

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