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Koralle

Baujahr: Nicht bekannt Architekt: Leandra Heine Ort: Bodensee
Der Pavillion der Ingenieurbaukunst "Koralle", ist ein mobiler Ausstellungspavillion. Bei dem Entwurf sollen innovative Ideen im Bereich des Ingenieurbaus thematisiert werden. Grundgedanke Moderne Materialitäten bereiten neue Blickwinkel auf die Zukunft der Architektur. Der vielfältige Einsatz von erneuerbaren Energien soll inszeniert werden. Es soll zum Nachdenken über Gebäude integrierte Photovoltaik anregen. Das Feld ist weitläufig und Nachhaltigkeit ist eines der wichtigsten Themen der heutigen Gesellschaft. Eine leichte Bauweise ist materialreduziert und bietet die Möglichkeit den Pavillion flexibel abbauen zu können, um ihn dann wieder an einem anderen Ort zu errichten. Referenz aus der Natur Koralle, die Form der Strömung angepasst, lebendiger Organismus, der mit seiner Umgebung interagiert. Seine Form entsteht durch die äußeren Gegebenheiten, einzelne Kammern haben eigene Funktionen. Architektur Leben einhauchen. Organische Architektur schafft Verbindung zum Rest der Organischen Umwelt. Form unterstreicht Funktionalität. Transparenz vereinigt. Entwurfsbeschreibung Die Glasfassade besteht aus gebogenen Zylindern, welche tragend ausgebildet werden und durch ihre Anordnung eine spannende Fassade formen. Die Glaszylinder haben durch ihre Form eine hohe Stabilität. Durch die Anordnung der gleichförmigen Zylinder entsteht ein Grundriss der den Pavillion in Funktionsabschnitte unterteilt. Ein Druckring liegt auf der Isolierverglasung auf. Er folgt der Form des Unterbaus. Das 1000m² große Dach bildet ein einziges ETFE-Kissen, dass vollständig mit OPV Folien überzogen ist. Diese erzeugen so viel Strom, dass der Pavillion ein Plus-Energie Haus ist, gleichzeitig sorgen sie für eine gleichmäßige optimale Verschattung des Innenraums. Das Vordach schwingt sich um die Grundrissform und variiert in seiner Auskragung je nach geographischer Ausrichtung. Der Eingangsbereich ist klimatisch abgetrennt und beinhaltet Garderobe und Information, ein Sanitärbereich ist eingestellt. Terrassen befinden sich in den Einkerbungen, die der Pavillion konkav bildet und werden ebenfalls von dem ringsherum laufenden Vordach überspannt. Des weiteren gibt es einen Vortragssaal und einen Technikraum. Umweltfreundliches bauen und Inszenierung beziehungsweise Verbreitung der Faszination für erneuerbare Energietechniken finde ich persönlich bei modernen Entwürfen besonders wichtig. Erneuerbare Energien sind zwar schon populär und werden immer häufiger eingesetzt, doch ich finde ihr Potential ist weitaus größer. Bei meinem Entwurf des Pavillons habe ich mich viel mit dem Thema Photovoltaik auseinander gesetzt. Die Entwürfe von Werner Sobek sind mir dabei ein Vorbild gewesen. Das Thema, den vielen ungenutzten Fassaden - und Dachflächen einen neuen Nutzen zu verleihen und diese zu verwenden um Energie zu erzeugen, finde ich äußerst interessant. Es ist ein sehr aktuelles Thema, jetzt wo zum Beispiel die Preise von Dünnschichtzellen sinken und sie immer weiter optimiert werden und in immer größer werdender Varianz auf dem Markt erscheinen. Der Fokus liegt unter anderem auf einer Inszenierung der Technik, die Photovoltaikzelle wird zum Designobjekt. Photovoltaik soll nicht mehr für aufgeständerte Platten auf einem Dach stehen, sondern in die Designprozesse mit eingeschlossen werden. Vor allem fasziniert mich die Varianz von „Building integrated Photovoltaik“.

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