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Naturgut Horner

Baujahr: Nicht bekannt Architekt: Sebastian Krumm Ort: Schallstadt - Mengen (Freiburg)

Die Entwurfsaufgabe dieses Projekts ist es, auf dem Demeterbetrieb Naturgut Horner in Schallstadt Mengen Unterkünfte für rund 40 Saisonarbeiter zu schaffen. Im Zentrum der Aufgabe stehen die Qualität, Nachhaltigkeit sowie Wirtschaftlichkeit der Architektur. Leitgedanke des Entwurfes ist es, die Bauherrenwünsche unter Beachtung sowohl ökologischer, ökonomischer als auch sozialer Aspekte in architektonisch wertvoller Form umzusetzen sowie eine möglichst hohe Wohnqualität für die Arbeiter zu gewährleisten. Aus den Leitgedanken entstand die Grundidee der Schaffung einer dörflichen Struktur, die sich vollkommen in ihre Umgebung einbettet und die Bestandsgebäude integriert. Die Anlage wird so zu einem neuen, identitätsgebendem Element für das Hofgut Hörnle und den ländlichen Charakter widerspiegeln. Des Weiteren ist das ausgewogene Verhältnis von privaten und öffentlichen Räumen zu nennen, welches zugleich eine maximal mögliche Privatsphäre des einzelnen Individuums, sowie die Möglichkeit für nachbarschaftliche Begegnungen und Beziehungen schafft. Das Konzept basiert auf einem dem Archetyp des Urhauses entsprechenden Einzelhaustypus in dem zwei Personen leben und schlafen. Die Anlage ist in Wohnkonklomeraten organisiert, welche sich aus jeweils vier Wohneinheiten, kombiniert mit einem Infrastrukturbau zusammensetzt. Dieser Versorgunsbau beinhaltet sowohl Sanitär-, Küchen- als auch Aufenthaltsräume. So fungiert dieser als soziales Zentrum des Konklomerats und ermöglicht ein WG-artiges Leben für jeweils acht Personen. Die Anlage setzt sich aus fünf Konklomeraten zusammen, welche durch ihre Anordnung zusammen mit dem bestehenden Wohnhaus eine Art Hof bzw. „Dorfplatz“ ausbilden. Dieser Platz funktioniert als gesellschaftliches Zentrum und als Treffpunkt, von dem aus dann eine Erschließung der privaten Wohneinheiten stattfindet. Die Organisation in Konklomeraten ermöglicht eine räumliche Trennung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen. Dies ist die Grundlage eines konfliktfreien, multikulturellen Zusammenlebens innerhalb des Wohnkomplexes. Es bietet Rückzugsräume für den Einzelnen und zugleich offene Räume der Begegnung. Die Wohneinheiten sind rückwärtig in Richtung des Platzes vollkommen geschlossen um die Privatsphäre innerhalb der Wohnräume sicherzustellen. Die Fronten sind vollverglast um einen fließenden Übergang zwischen Innen- und Außenraum zu ermöglichen sowie Landschaftsbilder zu erzeugen. Durch die materielle sowie technische Ausarbeitung des Entwurfes sind ökonomische sowie ökoligische Nachhaltigkeit gewährleistet. Die sozialen Nachhaltigkeit sowie die hohe Wohnqualität des Komplexes manifestiert sich in der architektonischen Ausformulierung der Leitgedanken und Ideen.

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