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ORU 90°

Baujahr: Nicht bekannt Architekt: Fiona Hager Ort: Mannheim

Ein Pavillon soll eine Ausstellung über Ingenieurbaukunst durch Europa tragen. Neben dem Ausstellungsraum bietet der Pavillon Platz für eine begleitende Veranstaltungsreihe mit Workshops und Vorträgen. Besonderer Fokus wird im Entwurf auf eine möglichst schnelle Montage und einen einfachen Transport gelegt. Dazu wird sich dem Faltwerk bedient, in welchem die Prinzipien der Zerlegbarkeit und dem Komprimieren von Fläche vereint sind. Vorteile von beweglichen, faltbaren Elementen sind eine geringe Anzahl von Fügepunkten, schnelles Aufbauen und ein hoher Vorfertigungsgrad. Das Gewicht eines komplett faltbaren Moduls wäre sehr hoch, weshalb nur Teilsegmente zusammenhängend und beweglich vorgefertigt werden, welche in kurzer Zeit ineinander gesteckt und fest fixiert werden können. Die Faltstruktur wird mit dem Material Kunststoff kombiniert. Auch dünnwandige Strukturen mit geringer Steifigkeit können durch geeignete räumliche Geometrie als hochleistungsfähigen Tragwerke wirken. Verwendete transluzente Wabenplatten ermöglichen ein regelmäßiges Ausleuchten der Ausstellungssituation und eine leuchtende Silhouette bei Nacht. Festgelegt wurde ein radiales Modul, welches immer ein Viertel eines Kreises bildet. Somit wird eine hohe Varianz an Formen, je nach Anordnung der Module, gegeben. Der Pavillon kann so auf verschiedene Orte und Situationen eingehen und bezieht dabei den Umraum mit ein. Verschiedene Dimensionen der Ausstellung können je nach zu erwartender Besucheranzahl angepasst werden. Starten soll die Ausstellung in Mannheim im Herzogenriedpark, wo die Multihalle Mannheim als besonderer Beitrag zur Ingenieurbaukunst steht. Die bis jetzt größte frei geformte Holzgitterschalenkonstruktion der Welt, wurde zur Bundesgartenschau 75 gebaut und soll bis zur nächsten Bundesgartenschau 2023 in Mannheim unter dem Motto „democratic umbrella“ saniert werden und ein neues Nutzungskonzept erhalten.

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