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Platz an der Dreisam / Stadtboulevards für Freiburg

Baujahr: Nicht bekannt Architekt: Max Bosch, Julian Hettich, Philipp Staab Ort: Freiburg im Breisgau
Freiburgs geplanter Stadttunnel ist ein viel diskutiertes Projekt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass beim aktuellen Stand der Oberflächen Planung die beiden zweispurigen Straßen entlang der Dreisam in ihrer jetzigen Form erhalten werden. Das Potential an Fläche, das der Stadttunnel bieten würde, bleibt ungenutzt und statt dessen wird der Ausbau für den Autoverkehr verbessert. Die Arbeit ist ein Vorschlag, der die Entlastung durch den Stadttunnel dem öffentlichen Raum zu schreibt statt dem Verkehr. Hierzu wurde zunächst ein Verkehrskonzept erarbeitet, dessen Fokus auf kreuzungsfreien Übergängen für Fußgänger und Radfahrer lag, sowie auf der Entlastung der Straßen in Wohngebieten. Erreicht werden kann das durch die Teilung der Innenstadt in vier Bereiche, zwischen denen Autos direkt nicht verkehren können, Fußgänger und Radfahrer aber schon. So wird der Durchgangsverkehr auf ein Minimum reduziert, was die Quartiere stark entlasten würde. Der Bereich an der Dreisam hat bereits eine starke Identität. Die Freiburger nutzen und lieben die Uferzonen entlang des Flusses. Aus diesem Grund war es ein besonderes Anliegen der Arbeit, die vorhandenen Qualitäten zu stärken und nicht in Konkurrenz zum bestehenden zu treten. Erreicht werden kann dies durch ein System von unterschiedlichen Boulevards das die weit klaffende Lücke, die der Verkehrsraum hinterlassen hat, füllt. Sie bestehen aus einem erweiterteren Satz Grundbausteinen, der in einer einheitlichen Architektursprache unterschiedliche Elemente für den Stadtraum bietet. Sie reagieren auf die individuelle Situation und bilden so kleinere informelle Orte, die mal zum Verweilen, mal zur Interaktion einladen und dienende Funktionen wie Entsorgung und Carsharing Parkplätze enthalten. Entlang der Boulevards sind stets getrennte Bereiche für Fußgänger und Fahrradfahrer. Weiter sollen bestehende Bauten entlang der Dreisam aktiviert werden und durch Kiosks, kleine Läden oder Wechselräume, sowie Galerien bespielt werden. Insbesondere im Bereich der Schwabentorbrücke besteht das Potential einen Ausgleich zum überlaufenen Augustiner-Platz zu bieten. Wegen der ankommenden Brücke ist das Lärmaufkommen hier stets groß, darum wäre es sinnvoll sich diese Schwäche zu nutze zu machen und anderen lauten Nutzungen Platz zu bieten. Unter der Brücke wäre Platz für einen Skatepark, eine Abtrennung des Uferbereichs würde den Raum zu einem gemütlichen Ort fürs Feierabend Bier.

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