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Rubik's Cube: Strategien für suffizienten Wohnungsbau im Bestand

Baujahr: Nicht bekannt Architekt: Fabrizio Canessa Ort: Karlsruhe
Wie kann das Wohnen besser gedacht werden, dass andere typologische Modelle mit weniger Flächenverbrauch zu einem Neudenken von architektonischen Ansätzen im urbanen Raum führen? Wie kann eine höhere Flächeneffizienz ohne architektonische und räumliche Qualitätsverluste erreicht werden? Das Projekt untersucht diese Fragen, die sich auf ein flexibles, bezahlbares und nachhaltiges Wohnen konzentrieren, wobei Suffizienz das Schlüsselwort ist und eine positive und lustvolle Architektur das Hauptziel ist. Als Fallstudie diente ein bestehende Blockrandbebauung an der Fritz-Erler-Straße (Karlsruhe). Hier wurde das Potenzial der Aufstockung bestehender Gebäude mit neuen Stockwerken als Nachverdichtungmaßnahme in der Stadt und als Vision für neuen sozialen Wohnungsbau untersucht. Die Allegorie auf einen Rubik's Cube (Zauberwürfel) wurde als das Richtige für dieses Projekt angesehen: flexibel, vielseitig, frei, bunt, lustig, kompakt und mit vielen Möglichkeiten. Also, alles hat mit dem Würfel begonnen: das einfache Prinzip, einen zu haben, ihn mehrmals zu addieren, bis ein Raster geschafft wird. Ich war fasziniert, wie jeder Würfel eine Komponente aus einem Ganzen sein konnte - wie jeder Würfel eine andere Geschichte erzählen konnte. Neben dieser Architektur des Würfels wurden auch bestimmte Elemente entworfen, die die objektive Würfel in subjektive Module umwandeln: diese ergänzen und definieren die Funktion jedes Würfels. Diese Elemente sind im gesamten Grundriss verteilt und sind: Holzlamellen in Form von Pergolen, Geländern und Verschattungselementen; große Schränke; Bänke vor jeder Wohnung; Vorhänge als raumbildende Elemente; und kompakte, hybride, anpassbare Möbel. Das Design beschäftigt sich auch mit sozialen Fragen und der Balance zwischen Kommunikation und Isolation: Wer teilt, hat mehr! Für das Projekt geht es darum, in der Öffentlichkeit des Nebenans ein Geflecht des Austauschs und des Miteinanders zu ermöglichen und sich im eigenen Wohnbereich auf das Notwendige zu reduzieren. Dafür werden Räume angeboten, die flexibel sind, um diese je nach Bedarf frei zu gestalten und zu nutzen. Der gesamte Entwurf ist mit Holz als Hauptmaterial geplant, das aus ökologischen Gründen und für die geplante Bauart geeignet ist: das Raster öffnet die Möglichkeit, mit einem modularen System zu bauen, wobei jeder Würfel ein vorgefertigtes Modul darstellt, das auf Balken und Stützen reduziert ist. Beim Zusammenbau entsteht ein Skelettbausystem mit einem Raster von 3,5 m x 3,5 m.

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