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Straßburg Kehl- Zwei Ufer, ein grüneres Leben

Baujahr: Nicht bekannt Architekt: Damaris Esakk und Elyssa Fleig Ort: Karlsruhe
Unser Entwurfsgebiet liegt auf der Grenze zwischen zwei Ländern. Die Städte Straßburg und Kehl sind nicht nur unterschiedlich groß, sondern unterscheiden sich auch stark in ihrem kulturellen Angebot, sozialen Einrichtungen und öffentlichen Räumen. Mit dem Traum, an der Grenze beider Städte ein neues Zentrum zu schaffen, ist man mit einer Herausforderung konfrontiert. Im Gespräch mit örtlichen Planern wird deutlich, dass beide Städte ein Zusammenwachsen befürworten und sich vorstellen können eine Art europäische Metropole an zwei Ufern zu werden. In den letzten Jahren konnten so einige Projekte realisiert werden, die beide Städte näher zusammenrücken ließen. Wie zum Beispiel die neue Tramlinie die nun den Straßburger Hauptbahnhof mit dem Kehler Bahnhof verbindet oder ein deutsch-französischer Kindergarten. Sie können ein Anfang sein für eine bessere Freundschaft der Städte. Die Stadt Straßburg verfügt bereits über einen Masterplan. Auf einer Fläche von 250 Hektar, entlang einer Achse von 5km zwischen dem Fluss und dem Ufer am Rhein auf der Höhe von Kehl sollen 900 neue Gebäude gebaut werden in denen 20.000 Menschen Platz finden, und 8500 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Wir befinden uns somit in Mitten einer zu Teilen bereits umgesetzten Stadterweiterung bzw. -umnutzung und -erneuerung. Unsere Herangehensweise der Analyse des Entwurfs „Rheinmetropole – Straßburg, Kehl“ lässt sich grob in 5 Schritte unterteilen. Schritt 1: Tendenzen ausloten Um eine Basis für unsere Planung zu gewinnen war es uns wichtig zu sehen in welche Richtung sich die Städte aktuell entwickeln. Die Tendenzen beider Städte auszuloten soll uns helfen ein Konzept zu entwickeln, dass den aktuellen Stadtstrukturen entspricht und ergänzt. Im Gedanken an den demografischen Wandel kann man davon ausgehen, dass mit einem Zuwachs von 50.000 Einwohnern in den nächsten 20-25 Jahren zu rechnen ist. In Straßburgs Masterplan sind bereits Wohnräume eingeplant, in Kehl könnten noch Maßnahmen derart getroffen werden. Auffällig sind auch die Bemühungen um eine nachhaltige, Emissionen reduzierenden und Ressourcen schonende Stadtentwicklung. Schon 2009 kamen die beiden Städte zusammen und vereinbarten eine nachhaltige Entwicklung des Metropolraums. 2013 veröffentlichte Kehl einen umfangreichen Klimaplan, aus dem unter anderem hervorging, dass der fossile Brennstoff durch Energiequellen aus erneuerbaren Ressourcen ersetzt werden soll. Da Windkraft nur mäßig nutzbar sei, sollen vor allem Geothermie Anlage, Solaranlagen bzw. Photovoltaik und Abwärme aus Industrien genutzt werden. Auch der Personenverkehr soll sich vom PKW auf das Rad und den ÖPNV verlagern. Die neue Bahnlinie verkörpert somit schon die Lösung dessen. Kleine Initiativen sind hierbei Teil des großen Plans. Energieeinsparungen in der Straßenbeleuchtung, kein Einsatz von Pestiziden in den Naturräumen, viele Carsharing Optionen und Service Fahrzeuge die auf Elektro- oder Hybrid-Autos zurück greifen sind bereits an der Tagesordnung. Schritt 2: Potentiale entdecken: Im zweiten Schritt gehen wir gezielt auf unser Entwurfsgebiet ein. Welche Typologien sind zu sehen? Welcher Nutzer finden wir hier auf? Welche Gewerbe, sozialen Einrichtungen und öffentliche Räume gibt es? Wo kann Bestand ungenutzt werden, wo sind welche Potentiale? Die neue Bahnlinie führt durch unser Entwurfsgebiet und trägt so Attraktivität unseres Gebietes bei. Schritt 3: Szenarien erstellen Welche Szenarien ermöglichen sich in dieser Ausganssituation? Handelt es sich hierbei um ein Hinterland, dem die Stadt Straßburg den Rücken zugekehrt hat? Sollte sich vermehrt Gewerbe ansiedeln aufgrund der Nähe zum Hafen? Handelt es sich um einen ländlicheren Raum am Rande der Stadt oder um einen Urbanen neuen Stadtkern, zwischen zwei bestehenden Stadtkernen. In dieser Phase geht es um das Ausprobieren verschiedener Varianten um eine Tendenz zu entwickeln. Im Angesicht des wachsenden Wohnraums haben wir uns vor allem gefragt, welche Art von neuem Zentrum am Port du Rhin möglich wäre ohne dass man die aktuellen Zentren doppelt? Welche Art von Freiräumen sind nötig? Schritt 4: Konzept Herleitung Aus unserer Analyse ging eine nachhaltige und ressourcenschonende Entwicklung des Gebiets hervor. Aber während es viele Lösungen für emissionsarme Mobilität und erneuerbare Energiequellen gibt, stellten wir uns die Frage wie eine nachhaltige, emissionsarme und ressourcenschonende Lebensweise für den Menschen und seine Umwelt aussieht?

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