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TABAKBAD HAYNA

Baujahr: Nicht bekannt Architekt: Sophia Ort: Hayna (Herxheim)
Im Fokus des Entwurfs steht die Entwicklung einer Vision für eine nachhaltige Umnutzung der in der Pfalz weit verbreiteten Tabakschuppen. Die kleine Ortsgemeinde Hayna mit rund 1000 Einwohnern war einst Zentrum des deutschen Tabakanbaus. Der Ort - als Straßendorf entwickelt - wird bis heute durch seine ca. 250 Tabakschuppen stark geprägt. Die Bauwerke wurden ursprünglich für die Trocknung riesiger Mengen an Tabakblättern genutzt, stehen jedoch größten Teils seit dem Ende der EU-Tabakanbausubventionen in den späten Jahren des 20. Jahrhunderts leer. Zurückgeblieben sind Agrardenkmäler von denen Jahr um Jahr mehr aus dem Ortsbild verschwinden. Der behandelte Tabakschuppen ist Teil eines denkmalgeschützten Ensembles entlang der Friedhofstraße, die parallel zur Hauptstraße verläuft. Mittelpunkt des Entwurfs bildet ein überdachtes und somit geschütztes Freibad, welches die besondere Atmosphäre dieser alten Agrararchitektur unmittelbar erlebbar macht. Der vordere, kleinere Schuppen, beinhaltet alle erforderlichen Funktionsräume wie Duschen oder Umkleiden, sodass der hintere Tabakschuppen einzig und allein die Überdachung für ein großes Becken bildet. Im vorderen Schuppen wird hingegen für die Funktionsbereiche ein neuer, monolithischer Körper in die bestehende Struktur eingestellt, der im ersten Obergeschoss ein Dampfbad und eine Tabak- und Kräutersauna beherbergt. Die oberste Ebene dieses eingestellten Volumens bietet Platz für einen großen Ruheraum, der durch viele kleine Öffnungen noch einmal besonders akzentuiert wird. Von dort hat man sowohl Ausblicke über die weiten Felder, die Hayna umgeben, als auch in die angrenzenden Tabakschuppen. Die natürliche Reinigung des Wassers erfolgt auf dem gegenüberliegenden Grundstück durch einen Bodenfilter, geheizt wird das Becken über eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach.

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