bis zur Abstimmung

"Leben am Quartiersplatz" Neubaugebiet Seitenpfaden-Offenburg

Baujahr: 2018 Architekt: Stefan Ringwald Ort: 77654 Offenburg
Allgemeine Informationen: Die beiden Wohngebäude wurden von der Baugruppe "Leben am Quartiersplatz" gemeinschaftlich geplant und errichtet. Sie beherbergen 21 Wohnung mit insgesamt 1.560m² Wohnfläche und 950m² Nutzfläche, incl. Tiefgarage. Im größeren Gebäude 1 sind 14 Wohnungen mit je ca. 45m² bis 136m² Wohnfläche untergebracht, im 2.Gebäude finden 7 Wohnungen mit 54m² bis 90m² Platz. Beide Gebäude sind durch eine unterirdische Tiefgarage miteinander verbunden. Die Gebäude liegen im Zentrum des Offenburger Neubaugebietes "Seitenpfaden", am Ende des sogenannten Riesbachangers, einem Grünzug mit Wasserlauf, der am zentralen Quartiersplatz endet. Den Zuschlag für das Grundstück erhielt die Baugruppe durch ein zweistufiges Optionsverfahren, das für verschiedene Grundstücks-Cluster im Neubaugebiet "Seitenpfaden" in der Offenburger Südoststadt vorgesehen war. Im Zuge des Bauantragsverfahrens wurde das Projekt noch zweimal im Gestaltungsbeirat der Stadt Offenburg vorgestellt und genehmigt. Nachdem die Suche nach "Mitbauenden" Ende 2014 weitgehend abgeschlossen war, wurden in über 60 Sitzungen zwischen Ende 2015 und 2018 die Regeln für die Baugruppenorganisation, die Baubeschreibung und die Entscheidungen während der Bauphase besprochen. Nach knapp zwei Jahren Bauzeit wurden die Wohnungen im August 2018 bezogen. Ausführungsdetails: Die Wohnungen wurden barrierearm ausgestattet. Alle Ebenen von der Tiefgarage bis 2.OG sind mit Aufzügen erschlossen. Die Bäder sind alle mit bodenebenen Duschen ausgestattet. Der Zugang zu den Balkon- und Terrassenflächen erfolgt über Niedrigschwellen. Die Wohnungen im größeren Gebäude 1 werden über einen Laubengang erschlossen, der eine zur Straßenseite prägnante Glasfassade aus senkrecht stehenden Glaslamellen erhielt, die zur Fassadenflucht um ca. 25° gedreht wurden, zueinander aber parallel angeordnet sind. Somit wird zur Hauptwetter-Richtung (Nordwest) ein gewisser Witterungsschutz erreicht und trotzdem der erforderliche Lüftungsquerschnitt eingehalten. Die Sicherheit gegen Absturz wird durch die Treppen- und Podestgeländer gewährleistet. In der Nacht werden die Glaslamellen und die Profil-Treppenläufe mit LED-Bändern beleuchtet. Das Gebäude 2 wird durch ein geschlossenes Treppenhaus erschlossen, das aus dem Baukörper um 60 cm vorspringt und durch pulverbeschichtete Alubleche eine filigrane Einfassung erhalten hat, wodurch diese Straßenansicht ihren eigenen Charakter erhält. Die Fassadenansichten beider Gebäude werden geprägt durch einheitliche Brüstungshöhen, möglichst viele einheitliche Fensterformate, Ganzglasecken an den Balkonen und Fensterverbindungsflächen zwischen den 3-fach verglasten Holz-Alu-Fenstern, die mit einem quergezogenen Kammputz hergestellt wurden. Die Balkonbrüstungen nehmen mit den Glasverkleidungen die Höhe der Fensterbrüstungen auf. Sie bilden je nach Sonnenstand von innen heraus leuchtende Glaskuben, die sich aus der Fassade, vom Mauerwerk abgesetzt, herausschieben. Ökologische - / Umweltaspekte: Die Gebäude wurden im KFW-55 Standard errichtet. Die Beheizung erfolgt mit einer Pellet-Zentral-Heizung. Die Flachdächer wurden mit einer Begrünung versehen. Der dadurch gepufferte Ablauf von Niederschlagswasser von den Dachflächen erfolgt in den Wasserlauf des Riesbachangers. Schlussbemerkung: Dank dem großen Einsatz aller beteiligten Baugruppenmitglieder in einem schrittweisen Entwicklungsprozess über 4-5 Jahre ist es, unterstützt von einer zielführenden Baugruppenmoderation gelungen, die beiden Gebäude unter Berücksichtigung zahlreicher Sonderwünsche weitestgehend termingerecht und im vorher kalkulierten Kostenrahmen zu errichten. Das von der Stadt Offenburg angedachte Ziel, in diesem Neubaugebiet Baugruppenprojekte zu fördern, wurde hiermit erreicht! Derzeit wird im östlichen Drittel dieses Grundstückclusters ein drittes Gebäude in gestalterischer Anlehnung an die beiden vorgestellten Gebäude von einer weiteren Baugruppe errichtet. gez. S. Ringwald / 05.04.2019

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