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Wohnbebauung Salierstraße

Baujahr: 2011 Architekt: Peter W. Schmidt Architekt BDA Ort: 75177 Pforzheim
Die Entwicklung eines innerstädtischen Quartiers für Familien bildet in der heutigen Zeit eher eine Besonderheit, da größerer Grundstücksflächen selten verfügbar sind und die Entwickler und Bauträger in die Peripherie oder in Neubaugebiete streben. Der Bauherr hatte das Ziel, mit dem Erwerb einer Industriebrache in der nördlichen Innenstadt Pforzheims, familiengerechtes Wohnen zu entwickeln. Die Nähe zu Kindergarten, Schulen und den Infrastrukturrichtungen ermöglicht im Gefüge der Stadt eine Wohnbebauung zu realisieren. Die Gebäude werden um einen Hof verortet, der den Kern des neuen Quartiers bildet. Diese von allen Himmelsrichtungen zugängliche Mitte ist eine gemeinschaftliche Hoffläche. Die Topographie wird bewusst ausgenutzt, dass Garagengeschoss, dessen Decke das Niveau des Hofes bildet, ist das Basement für die verschiedenen Häuser. Zudem erlaubt die Anordnung der Häuser die Anlage von den Wohnungen direkt zugeordneten niveaugleichen Freibereichen. Die Nord/Süd aufgestellten Häuser sind technisch und konstruktiv optimiert. Die Wahl eines Vierspänners mit zentralem aussteifendem Treppenkern ermöglicht eine Grundrisskonfiguration, die ohne unsinnige Flure und schwer nutzbare Bereiche auskommt. Die großzügigen Raumfolgen ermöglichen ein familiengerechtes, individuelles Wohnen. Durch die französischen Fenster wird eine überdurchschnittlich große Tageslichtquote erreicht. In Ost/West-Richtung sind die zeilenförmigen Baukörper aufgelöst. Im Norden säumen sechs Reihenhäuser den Hof. Die relative Geschlossenheit der Bebauung ist zudem eine Antwort auf die Hohenzollernstraße, deren Einflüsse das Gebiet mehr oder weniger stark belasten. Im Süden verjüngt sich die Zeile ab dem 2. Obergeschoss zu "freistehenden" Häusern. In den Obergeschossen entstehen gut geschnittene und belichtete überwiegend 3-Zimmer Wohnungen. Die Gebäude sind nach der EnEV 2009 errichtet und erfüllen darüber hinaus höchste energetische Ansprüche, die sich letztlich nicht in der äußeren Gestalt des Gebäudes niederschlagen, sondern sich auf Grund einer sorgsamen Detailplanung und Umsetzung in das Motiv des Entwurfs einfügen.

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