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Neubau Glockenturm

Der Glockenturm der Evangelischen Lukasgemeinde, Schutterwald

Für die Ev. Lukas-Kirchengemeinde in Schutterwald wurde nach einer langen Planungszeit zum Ende des Jahres 2017, ein vor dem Kirchengebäude stehender Glockenturm gebaut und somit das Gesamtbild der bestehenden Kirche (Baujahr 2000) mit dem Glockengeläut vervollständigt. Nachdem im Jahre 2000 das ev. Gemeindezentrum (Kirche inkl. Gemeindehaus, Kindergarten) fertiggestellt wurde, es aber nicht zur Umsetzung des geplanten Glockenturms gekommen war, begann ein langes Ringen um die Vervollständigung des Gesamtensembles. Erst im Juli 2012 kam es zu einem ersten Planungsgespräch für einen neuen Glockenturm. Hier zeigte sich auch schon eines der Hauptprobleme: Die Kirche war nicht als solche zu erkennen! Die Gemeinde benötigte nicht nur ein liturgisches Geläut, sondern einen Glockenturm der identitätsstiftend aus einem Gemeindezentrum einen sakralen Ort macht und im gesichtslosen Umfeld ein prägnantes und wiederzuerkennendes Ortsbild stiftet. Für viele aus der Ferne zugezogene Protestanten, welche in der katholischen Diaspora gelandet waren, wurde erst durch den Bau des Glockenturms mit dem dazugehörigen liturgischen Geläut Heimat geschaffen: Erst jetzt war man angekommen!!!

Der Förderverein der Lukasgemeinde sammelte über mehr als ein Jahrzehnt ca. 50.000,-- € - diese Summe machte den Bau des Glockenturms erst möglich. Das Spendensammeln, durch viele Aktivitäten der Gemeinde, schweißte die Evangelische Lukasgemeinde zusammen – man hatte ein wichtiges gemeinsames Ziel, alle zogen an einem Strang. Man ließ sich nicht entmutigen und erfüllte mit dem großen Eigenanteil an den Gesamtkosten eine wichtige Voraussetzung für die finanzielle Beteiligung der Evangelischen Landeskirche Baden. Am 08. Oktober 2017, am Erntedankfest, war die Freude groß, der Glockenturm konnte endlich eingeweiht werden. Das erste Mal hörte man während des Gottesdienstes das liturgische Geläut der neuen Glocke. Zu sehen ist der Glockenturm, welcher an einer Straßenkreuzung steht, schon von weitem und ist damit auch ein städtebauliches Zeichen, selbst vom Kircheninnenraum ist das Läuten der Glocke zu sehen. Der Glockenturm ist je nach Jahreszeit mit den Farben des Kirchenjahres beleuchtet und somit auch emotional in Szene gesetzt. Der Turm besteht aus 2 Cortenstahlrahmen, die 90° versetzt ineinander gestellt die Grundform des Kreuzes bilden. Das Stahlgerüst dient zur Aufhängung eines Glaskubus, in welchem sich die Glocke befindet. Selbst die Glockenzierde ist durch das Glas sichtbar. Als weithin sichtbares Zeichen der Evangelischen Gemeinde erhöht sich dadurch die Präsenz der Kirche im Ortsbild. Inhalt, Form und Funktionen ergänzen sich zu einem Gesamtbild, identitäts- und sinnstiftend für die Gemeinde.

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